Vor Ort im inklusiven Sportzentrum am Tannenkopf

Eine Abordnung der FREIEN WÄHLER Bad Arolsen war heute zu Besuch im inklusiven Sportzentrum am Tannenkopf. Gemeinsam mit dem Vorstand des VfL Bad Arolsen haben wir uns vor Ort ein Bild von der aktuellen Trainingssituation der Leichtathleten gemacht.
Im Gespräch wurde deutlich, dass dem Verein im Zuge der Modernisierung der Anlage mehr Teilhabe und Berücksichtigung zugesagt worden war, als letztlich in der Umsetzung möglich wurde. Während der Fokus der Maßnahmen stark auf den Fußballflächen und den Mehrzweckräumen lag, hat die Laufbahn als zentrale Trainingsstätte der Leichtathletik keine Aufmerksamkeit erhalten.
Die Bahn weist aktuell Unebenheiten und Verschmutzungen auf, wodurch insbesondere bei feuchter Witterung Rutschgefahr sowie massive Verletzungsgefahr entsteht und ein verlässlicher Trainingsbetrieb erschwert wird. Siehe: Bodenwelle mit ca. 7cm Höhe. Akute Verletzungsgefahr.

Zusätzlich haben wir vor Ort weiteres defektes oder problematisches Equipment vorgefunden – unter anderem eine defekte Hochsprungmatte, die bereits seit längerer Zeit nicht nutzbar ist.
Auch bei der Planung des Lagerraums zeigt sich ein praktisches Problem: Der vorhandene Hürdenwagen ist etwa 121 cm breit, während der Durchgang zum Lagerraum selbst bei geöffneter Tür nur rund 115 cm misst. Ein sachgerechtes Ein- und Auslagern der Trainingsgeräte ist so kaum möglich.
Dabei ist die Anlage für den Sport in Bad Arolsen von besonderer Bedeutung:
Sie ist die einzige vergleichbare Leichtathletikanlage in der Gemarkung Bad Arolsen. Wenn hier dauerhaft keine verlässlichen Trainingsbedingungen gewährleistet werden können, besteht die reale Gefahr, dass Sportlerinnen und Sportler für ihr Training auf Anlagen in anderen Städten – etwa nach Baunatal – ausweichen müssen.
Wir haben uns die Situation vor Ort angesehen, aufmerksam zugehört und den Staffelstab vom Verein aufgenommen. Jetzt prüfen wir kurzfristige Möglichkeiten und machen uns damit auf den nächsten Sprint Richtung Verwaltung, um den aktuellen Sachstand sowie mögliche Verbesserungen und Lösungen zu klären.
Denn für uns ist klar: Gute Trainingsbedingungen sind die Grundlage für eine starke Sportstadt – und die dürfen nicht an organisatorischen oder planerischen Details scheitern.
Vielen Dank an Dörthe Wölker, Gaby Stracke und den VfL Bad Arolsen für die Eindrücke vor Ort und den Anstoß zum Austausch. Unsere Stadt bleibt auch aufgrund engagierter Vereinsmitglieder, die nicht zurückschrecken, wenn es einmal anstrengend oder langwierig wird, liebens- und lebenswert. Die Kommunalpolitik vor Ort muss alle Vereine anhören und solche Eindrücke aufnehmen.
So gestalten wir Bad Arolsen gemeinsam.
